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"Die Geschwindigkeit der Impfstoff-Entwicklung ist für mich plausibel"

Bernd Bergmann ist Vorsitzender des LWL-Gesamtpersonalrats. Im Arbeitsleben vertritt er die Interessen der LWL-Mitarbeitenden, zu Hause hat er als pflegender Angehöriger viel Verantwortung. Seine Entscheidung in Sachen Impfung hat also auch Auswirkungen auf andere.

Wann lassen Sie sich gegen Corona impfen?

Bergmann: Sobald ich dran bin. Ich werde die erste Möglichkeit nutzen, mich impfen zu lassen. Da ich pflegender Angehöriger bin, könnte es bei mir schneller gehen als bei anderen.

Empfehlen Sie die Impfung auch in Ihrer Familie und in Ihrem Freundeskreis?

Bergmann: Das muss ich gar nicht mehr, denn in meiner Familie wollen sich alle impfen lassen, einfach weil wir wieder möglichst normale Verhältnisse wiederhaben wollen. Und weil wir eine Verantwortung spüren, nicht nur uns, sondern auch andere zu schützen.

Stichwort Tests der Impfstoffe: Lief nicht alles viel zu schnell bei der Zulassung der Corona-Impfstoffe?

Bergmann: Ich habe mich in das Thema ein wenig eingelesen. Die Erforschung dieser Impfstoffe gegen Corona fing ja nicht bei Null an, sondern baut auf anderen Erkenntnissen auf. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist für mich plausibel: Noch nie ist so viel Arbeitszeit, Energie und Geld in die Erforschung von Impfstoffen geflossen. Das Wichtigste für mich: Ich vertraue den Zulassungsbehörden.

Was sagen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen, die der eigenen Corona-Impfung skeptisch oder abwartend gegenüberstehen?

Bergmann: Das ist immer eine individuelle Entscheidung. Ich kann nur von mir ausgehen. Ich finde das Risiko nicht höher und die bisher bekannten Nebenwirkungen nicht schlimmer als bei anderen Impfungen. Ich fühle mich sicher bei der Corona-Impfung.