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Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Entwicklung und Zulassung im Rekordtempo: Nur wenige Monate hat es gedauert, bis die ersten Corona-Impfstoffe auf den deutschen Markt gekommen sind. Doch die schnelle Entwicklung schürt auch Ängste. Antworten auf die häufigsten Fragen von LWL-Mitarbeitenden rund um die neuen Impfstoffe finden Sie hier.

Speziell zum neuen AstraZeneca-Impfstoff haben wir mit Prof. Dr. Löhr gesprochen, Pflegedirektor am LWL-Klinikum Gütersloh. Das Interview finden Sie hier.

Auch LWL-Krankenhausdezernent Prof. Dr. Meinolf Noeker äußert sich zur AstraZeneca-Impfung. Zum Interview geht's hier.

Allgemeines

Warum wird der AstraZeneca-Impfstoff nur an Personen zwischen 18 und 64 Jahren verimpft?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt AstraZeneca nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, weil aktuell noch keine ausreichenden Daten zur Beurteilung der Impfeffektivität bei Personen ab 65 Jahren vorliegen.

Hier geht es zu den Empfehlungen der STIKO.

Kann ein Impfstoff Schutz bieten, wenn das SARS-CoV-2-Virus mutiert?

Dass Viren mutieren, also ihr genetisches Material verändern, ist normal und bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Impfstoff weniger gut oder gar nicht mehr wirkt. Verschiedene Viren mutieren in unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Masern- oder Röteln-Viren zum Beispiel mutieren so langsam, dass entsprechende Impfstoffe auch Jahrzehnte nach ihrer Entwicklung noch Schutz bieten. Grippeviren dagegen mutieren häufig so schnell, dass die Impfstoff-Zusammensetzung jährlich aktualisiert werden muss.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA beobachtet die aktuellen Mutationen von COVID-19. Es gibt bisher keinen Hinweis auf einen verminderten Impfschutz gegenüber der Virusvariante aus Großbritannien. Ob das auch für die neuen Varianten aus Südafrika und Brasilien gilt, wird derzeit untersucht.

Insbesondere mRNA-Impfstoffe können schnell an Mutationen angepasst werden.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Onlineauftritt der EMA.

Können auch geimpfte Personen das Virus übertragen?

Zur Zeit (Stand März 2021) ist noch unsicher, ob bzw. in welchem Maße auch geimpfte Personen andere Menschen mit COVID-19 anstecken können. Daher sollten sich auch geimpfte Menschen zum Gemeinschaftsschutz an sämtliche Hygiene- und Abstandsregeln halten, bis auf Weiteres Maske tragen und die Quarantänepflichten beachten.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Im Gesundheits- und Pflegewesen gelten strenge Hygienekonzepte, ich wurde bereits mehrfach getestet. Sollte ich mich trotzdem impfen lassen?

Eine Impfung ist die beste Maßnahme, sich selbst und andere vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Gerade bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen ist die Gefahr eines schweren bis tödlichen Krankheitsverlaufes sehr hoch. Die Impfung ist daher auch besonders für Pflegefachkräfte wichtig – zum Schutz der eigenen Gesundheit, aber auch zur Sicherheit der Menschen in ihrer Obhut.

Weitere Informationen finden Sie beim Robert-Koch-Institut (RKI) unter „Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?“, sowie auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unter „Warum ist die Impfung wichtig?“.

Kann ich mich trotz Vorerkrankungen impfen lassen?

Ja. Bislang sind keine besonderen Einschränkungen durch Vorerkrankungen über die üblichen Empfehlungen/Einschränkungen bei anderen Impfungen hinaus bekannt. Wie auch bei anderen Impfungen sollten Sie zum Zeitpunkt der Impfung nicht akut schwer krank sein, z.B. kein Fieber über 38,5 °C haben. Ebenfalls sollten Sie keine Allergien gegen Bestandteile der Impfstoffe haben.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Ich habe eine Corona-Infektion hinter mir. Kann und sollte ich mich noch impfen lassen?

Expert:innen gehen davon aus, dass nach einer überstandenen Infektion bei den meisten Menschen zeitweise eine gewisse Schutzwirkung besteht. Nach aktuellem Kenntnisstand ist eine Impfung von Personen, die nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert gewesen sind, erst einmal nicht notwendig. Bei unbemerkt durchgemachter Infektion ist eine Impfung jedoch auch nicht schädlich.

Auf der Webseite „Zusammen gegen Corona“ hat die Bundesregierung weitere Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung gesammelt.

Gibt es Alternativen zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca?

Außer den Impfstoffen von BionTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca sind noch keine weiteren Impfungen gegen das Corona-Virus in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Aktuell wird an mehr als 150 möglichen Impfstoff-Kandidaten geforscht, wobei sich einige bereits in der klinischen Prüfung befinden und einige kurz vor der Zulassung stehen.

Nähere Informationen zu den Impfstofftypen beantwortet die Bundesregierung auf der Webseite „Zusammen gegen Corona“. Die European Medicines Agency (EMA) gibt einen Überblick zu den Impfstoffen.

Kann ich mich trotz einer Impfung mit Covid-19 anstecken?

Die aktuellen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bieten nach zweimaliger Immunisierung eine Wirksamkeit von etwa 95 Prozent. AstraZeneca verhindert in 70% der Fälle eine Infektion.

Eine Impfung verhindert also in den meisten Fällen eine Infektion. Besonders beim AstraZeneca-Impfstoff zeigt die aktuelle Datenlage allerdings, dass selbst Personen, die sich nach einer Impfung mit Covid-19 infizierten, in der Regel leichtere Krankheitsverläufe haben als ungeimipfte Personen. AstraZeneca verringert also die Schwere der Erkrankung.

Mehr Informationen zur Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe bietet das Arznei-Telegramm.

Wie sicher kann ein Impfstoff sein, der innerhalb von ein paar Monaten auf den Markt gekommen ist?

Tatsächlich dauert die Entwicklung und Zulassung neuer Impfstoffe meist mehrere Jahre. Die Corona-Impfstoffe dagegen wurden innerhalb von ein paar Monaten entwickelt und zugelassen. Das hat mehrere Gründe: Ein geeignetes Antigen war aus früheren Untersuchungen zu den Coronaviren SARS und MERS bereits bekannt. Außerdem basieren zumindest die Impfstoffe von BionTech/Pfizer und Moderna auf mRNA. Diese Impfstoffe können relativ einfach entworfen und schnell in großen Mengen produziert werden.

Hinzu kommt, dass die Corona-Pandemie unsere gesamte Welt vor nie dagewesene Herausforderungen stellt – daher wurde bei der Impfstoffentwicklung und –zulassung für Europa viel enger und effizienter zusammengearbeitet als bei bisherigen Impfstoffen, etwa durch den Einsatz von mehr Personal sowie eine massive finanzielle Förderung. In einem beschleunigten Zulassungsverfahren bekommt die europäische Arzneimittelbehörde EMA die Daten und Ergebnisse direkt vom Entwickler des jeweiligen Impfstoffs. Die Behörde war damit in der Lage, diese Daten schon vor dem Zulassungsantrag zu prüfen.

Ausführliche Informationen darüber, warum die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca so schnell zugelassen wurden, bieten das Paul-Ehrlich-Institut und das Arznei-Telegramm.

Ich bin schwanger. Kann ich mich trotzdem impfen lassen?

Derzeit (Stand März 2021) liegen noch keine ausreichenden Daten zur Sicherheit von Corona-Impfstoffen bei Schwangeren vor. Die STIKO empfiehlt daher die generelle Impfung in der Schwangerschaft nicht. Es empfiehlt sich daher eine genaue Nutzen-Risiko-Abwägung, idealerweise zusammen mit der Ärztin/dem Arzt.

Frauen, die eine Schwangerschaft planen, müssen keine besonderen Vorkehrungen treffen.

Weitere Informationen zur Impfung in der Schwangerschaft hat die Pharmazeutische Zeitung zusammengetragen.

Kann ich mir den Impfstoff aussuchen?

Aufgrund der derzeit begrenzten Impfmengen besteht noch nicht die Möglichkeit, sich den Impfstoff auszusuchen. Unabhängig davon steht es jedem Menschen frei, sich (noch) nicht impfen zu lassen und evtl. auf zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehende Impfstoffe zu warten.

Sicherheit der Impfung

Wie wirksam ist der AstraZeneca-Impfstoff?

Nach derzeitigem Kenntnisstand (Stand 01.03.2021) bietet der AstraZeneca-Impfstoff bei Personen zwischen 18 und 64 Jahren eine Wirksamkeit von 70% gegen eine Covid-19-Erkrankung - d.h. bei 70 von 100 geimpften Personen kann eine Corona-Erkrankung vermieden werden.

Jede:r einzelne Geimpfte profitiert davon, dass durch eine Impfung mit AstraZeneca die Schwere einer Covid-19-Infektion reduziert wird. AstraZeneca schützt also nach aktueller Datenlage selbst diejenigen, die trotz Impfung erkranken, vor einem schweren Verlauf. Laut Paul-Ehrlich-Institut verdeutlicht das, dass gerade in Bevölkerungsgruppen wie Pflegeheim- oder Krankenhauspersonal, die ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus haben, eine Impfung mit AstraZeneca einen besonderen Nutzen bietet.

Auch das NRW-Gesundheitsministerium betont: AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse. Der Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit und eine gute Verträglichkeit.

Wie unterscheidet sich der AstraZeneca-Impfstoff von den Biontech/Pfizer- und Moderna-Impfstoffen?

Anders als die auf mRNA basierenden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna handelt es sich beim AstraZeneca-Impfstoff um einen sogenannten Vektor-Impfstoff. Er besteht aus modifizierten Viren (Adenoviren), die bei Schimpansen Erkältungen auslösen, aber für Menschen harmlos sind. Nach der Impfung gelangen diese Viren in einige wenige menschliche Körperzellen, die daraufhin ein sogenanntes Spike-Protein herstellen. Das Immunsystem erkennt dieses besondere Protein als fremd an und bildet Antikörper dagegen, die im Idealfall vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen. 

Eine ausführliche Erklärung zur Wirkung von AstraZeneca bietet u.a. das Robert-Koch-Institut.

Ich habe von teils schlimmen Nebenwirkungen des AstraZeneca-Impfstoffes gehört. Stimmen die Gerüchte?

Tatsächlich treten Impfreaktionen nach der Gabe des AstraZeneca-Impfstoffes verhältnismäßig häufig auf. Allerdings sind sie von kurzer Dauer und sind in aller Regel lediglich die - letztlich gewünschte - Immunantwort des Körpers auf die Impfung.

Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen waren:

  • Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (> 60 %)
  • Kopfschmerzen und Ermüdung (> 50%)
  • Muskelschmerzen und Krankheitsgefühl (>40%)
  • Fiebrigkeitsgefühl und Schüttelfrost (>30%)
  • Gelenkschmerzen und Übelkeit (>20%).

Häufig (zwischen 1% und 10%) traten Fieber >38°C, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich (zwischen 0,1% und 1%) wurde über Lymphknotenschwellung, Juckreiz oder Hautausschlag berichtet.

Weitere Informationen hat u.a. das Paul-Ehrlich-Institut gesammelt.

Welche Nebenwirkungen können bei den beiden mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer bzw. Moderna auftreten?

Schwere Nebenwirkungen sind in den klinischen Studien sowohl bei dem Impfstoff von BionTech/Pfizer als auch von Moderna selten beobachtet worden. In einer klinischen Studie von mit etwa 44.000 Teilnehmenden erhielt jeweils eine Hälfte der Proband:innen den Biontech/Pfizer-Impfstoff, die andere ein Placebo. Die häufigsten Nebenwirkungen in der Altersgruppe der 18- bis 55-Jährigen nach der zweiten Impfung:

•    Schmerzen an der Injektionsstelle: 77,8% (Kontrollgruppe: 11,7%)
•    Müdigkeit: 59,4% (Kontrollgruppe: 22,8%)
•    Kopfschmerzen: 51,7% (Kontrollgruppe: 24,1)
•    Muskelschmerzen: 37,3% (Kontrollgruppe: 8,2%)
•    Schüttelfrost: 35,1% (Kontrollgruppe: 3,8%)
•    Gelenkschmerzen: 21,9% (Kontrollgruppe: 5,2%)

Für den Moderna-Impfstoff nahmen 30.400 Menschen an der klinischen Studie (Phase-III-Studie) teil. Auch hier erhielt eine Hälfte den Impfstoff, die andere ein Placebo. Die häufigsten Nebenwirkungen in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen nach der zweiten Impfung:

•    Schmerzen an der Injektionsstelle: 90,1% (Kontrollgruppe: 18,8%)
•    Müdigkeit: 67,6% (Kontrollgruppe: 24,5%)
•    Kopfschmerzen: 62,8% (Kontrollgruppe: 25,4%)
•    Muskelschmerzen: 59,6% (Kontrollgruppe: 20,1%)
•    Schüttelfrost: 48,3% (Kontrollgruppe: 5,9%)
•    Gelenkschmerzen: 45,2% (Kontrollgruppe: 10,5%)

Die schwersten bisher beobachteten Nebenwirkungen sind Gelenkschmerzen oder Lymphknotenschwellungen von bis zu einer Woche. (Quelle der Zahlen: DocCheck)

DocCheck hat die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna im Detail betrachtet. Auch der Deutschlandfunk hat sich mit dem Thema Impfrisiken beschäftigt.

Weitere Informationen zu Nebenwirkungen der Corona-Impfung liefert der Immunologe Prof. Dr. Carsten Watzl in diesem Video (ab Minute 26:15).

Ich bin Allergiker:in. Ist es dann nicht gefährlich, wenn ich mich impfen lasse?

Personen, die eine Überempfindlichkeit gegen einen der Impfstoffbestandteile haben, sollten sich nicht impfen lassen. Ist in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) auf einen anderen Impfstoff oder eine injizierbare Therapie aufgetreten, sollten die Risiken gemeinsam mit dem Impfarzt besprochen und gegenüber dem tatsächlichen Nutzen abgewogen werden. Nach der Impfung sollten Menschen mit einem Anaphylaxie-Risiko für 30 Minuten zur Beobachtung bleiben. Sind bisher nur leichte allergische Reaktionen bekannt beziehungsweise steht eine allergische Reaktion nicht in Zusammenhang mit Impfstoffen oder injizierbaren Therapien (wie Nahrungsmittel-, Haustier-, Gift-, Umwelt- oder Latexallergien, orale Medikamente) besteht kein überdurchschnittliches Risiko.

Der Allergieinformationsdienst beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Covid-Impfungen und Allergien.

Welche Komplikationen können während der Impfung auftreten?

In der klinischen Prüfung der Impfstoffe sind keine über das normale Maß hinausgehenden Impfreaktionen nach der Impfung beobachtet worden, die allein auf den Impfstoff zurückgeführt werden können. Wie bei Impfungen allgemein, kann es in sehr seltenen Fällen allerdings zu einer Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion bis hin zum Schock) kommen.

Lesen Sie dazu auch die Erklärung unter „Ich bin Allergiker. Ist es dann nicht gefährlich, wenn ich mich impfen lasse?“.
Informationen zu den allgemeinen Nebenwirkungen finden Sie auch unter der Frage „Ich habe von teils schlimmen Nebenwirkungen auf die Covid-19-Schutzimpfung gehört. Stimmen die Meldungen?“.
Eine Übersicht zu der Sicherheit der Corona-Schutzimpfung bietet unter anderem die Bundesregierung.

Stimmt es, dass die Corona-Impfung Krankheiten wie Krebs verursachen kann?

Ein solcher Zusammenhang wurde bislang in keiner der durchgeführten Studien festgestellt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht weiteren Gerüchten rund um die Corona-Impfung auf den Grund.

Verändern die mRNA-Impfstoffe mein Erbmaterial und bewirken etwa Unfruchtbarkeit?

Zur Beantwortung dieser Frage braucht es einen kleinen Exkurs: Bei einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff wird kein virales Antigen verimpft wie bei herkömmlichen Impfstoffen sondern quasi die Bauanleitung dafür. Die mRNA (kurz für messenger-RNA, also Boten-RNA) wird in die Zellen der geimpften Person aufgenommen. Die Zellen bilden daraufhin nach dieser Anweisung ein virales Protein – ähnlich wie bei der Infektion mit einem Virus. Die so entstehenden Antigene lösen im Körper eine Immunantwort aus.

Wichtig hierbei ist: mRNA (Boten-RNA) ist lediglich ein Botenmolekül. Botenmoleküle können nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden, sie haben eine andere chemische Struktur. Es findet also keine Veränderung des Erbguts statt. Auch eine Veränderung der Eizellen oder Spermien findet somit nicht statt. Botenmoleküle werden relativ schnell vom Körper wieder abgebaut.

Genauere Erklärungen zur Wirkweise von mRNA-Impfstoffen bietet zum Beispiel das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Welche Langzeitnebenwirkungen gibt es?

Über Langzeitfolgen der momentan zugelassenen Impfstoffe jenseits der Nachbeobachtungszeit von 14 Wochen ist bislang nichts bekannt. Um mögliche Nebenwirkungen zu erfassen und die Wirksamkeit zu kontrollieren erfolgt nach der Zulassung eines Impfstoffs eine ständige Kontrolle („Surveillance“). Es ist möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen („sehr selten“ heißt z.B. 1 Fall auf mehr als 10.000 geimpfte Personen) erst im Verlauf dieser „Surveillance“ erfasst werden. In Deutschland werden Nebenwirkungen und Impfreaktionen zentral vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst, überprüft und bewertet. Bei Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen kann damit sehr schnell reagiert werden.

Weitere Informationen liefert u.a. das Robert-Koch-Institut.